Replied to „Digitalisierung als Brandbeschleuniger“ by Heinz WittenbrinkHeinz Wittenbrink (wittenbrink.net)
Digitalisierung als Brandbeschleuniger trifft viel besser, als ich es bisher ausgedrückt habe, den Verdacht, dass die Mitarbeit an der digitalen Wirtschaft, also auch das, was ich beruflich schon lange tue, die ökologischen Katastrophen, die wir gerade erleben, weiter beschleunigt. Andererseits erinnert diese Formel so sehr an konservative Stereotype, dass es mir schwer fällt sie zu verwenden.

Das kann ich gut nachvollziehen Heinz. Brandbeschleuniger trägt ja eine emotionelle Ladung die man auch als Luddismus empfinden kann gegen Digitalisierung generell. Obwohl die Beschleunigung ja auch positives bewirken kann, bez. Wissensentwicklung usw.

Wie bei greifbare Produkte verbirgt und externalisiert Digitalisierung Kosten. Den Energieverbrauch von Bitcoin in etwa. Gibt es da einen Weg diese externalisierten Kosten bei Digitalisierung sichtbarer zu machen? Diese anders zu gestalten (zB eine Website die nur online ist, wenn genügend Solarenergie vorhanden ist, und die optimiert ist für niedrigen Energieverbrauch)? Können wir das ausreichend für andere Produkte, sodas ein Vergleich dieser externalisierten Kosten zwischen Greifbares und Digitales ermöglicht wird (zB conference calls gegen vermiedenen Flugreisen)?

Was betont Dringlichkeit, und hat die ‘richtige’ emotionelle Ladung in einem gewissen Kontext? Katalysator, in der Definition bereits neutral. Beschleuniger, Brandbeschleuniger,… gibt’s da mehrere Möglichkeiten in Parallel? Brandbeschleuniger für negative Konsequenzen, dark patterns. Fortschrittbeschleuniger oder was immer, für positive Konsequenzen?

Replied to https://wittenbrink.net/lostandfound/7549-2/ by Heinz WittenbrinkHeinz Wittenbrink (wittenbrink.net)
Danke, Ton! Ich stehe noch ganz am Anfang, obwohl ich die IndieWeb-Plugins schon lange installiert habe. Ich würde dieses Gebiet gerne mit dir und deinem Netzwerk zusammen entdecken. Ich muss jetzt erst einmal die Probleme, die ich lösen muss, in eine Ordnung bringen. Zum Teil hängen sie damit zu...

Gerne!
Ja, ich merke immer wieder das ich immer wieder die unterschiedlichen Schichten der ganzen Lasagna auseinander ziehen muss: WordPress, WordPress Thema, Indieweb, andere Plugins, was im Database ist, und wie was gezeigt wird usw. Übrigens habe ich mittlerweile Jetpack ganz ausser Betrieb gestellt. Früher habe ich das für Besuchsstatistik verwendet. Aber da die meisten Funktionen von Jetpack über XML-RPC laufen, und XML-RPC blockiert wird von meinem Hoster wegen Sicherheitsrisiken, habe ich das Plugin abgestellt.

I freue mich das ich Ende September über offene Daten sprechen werde auf der Energie.Digital Konferenz in Münster. Das ist eine gute Gelegenheit unsere Erfahrungen mit offene Daten als Verwaltungsinstrument und als Zündholz für die Handlungsfähigkeit von sehr unterschiedlichen Beteiligten zu teilen. Gerade auch bezüglich Energiewende und Stadtwerke, die Themen der Konferenz. Ausserdem kam die Einladung von Max, und wird auch Robert mit dabei sein.

Wenn du schreibst, Heinz, das der Studiengang Content Strategie noch aktiv in Entwicklung ist, da die Disziplin sich noch immer weiter gestaltet, heisst das denn das ihr euch zunehmend auch mit Algorithmen usw auseinandersetzt? Nebst zB Einflussnahme auf Wahlen, wobei ich Inhalte gezeigt bekomme die andere nicht über den selben Politiker zu sehen bekommen, fand ich gestern ein krasses Beispiel wobei auf Netflix andere Akteure im ‘Filmplakat’ gezeigt werden je nach meinem Profil, inklusive meiner Hautfarbe. Die Frage dabei ist wohl wann eine Strategie zum ‘dark pattern‘ wird. Und wann es unendlich leichter ist mich was vorzuzeigen als für mich mich dagegen zu wehren. Machtdifferenzen durch Content Strategie?